Falsche Fuffziger sind auf dem Vormarsch

Zahl falscher Euronoten in MV hat sich verdoppelt / Einzelhändler setzen auf moderne Prüfgeräte / Neuer 50-Euro-Schein ab April im Umlauf

Wer bei uns Geld aus dem Automaten zieht, kann sicher sein, dass es echt ist. Michael Arndt Leiter Privatkundenbank Pommersche Volksbank. Foto: Jörg Mattern

Auszug aus der Pressemitteilung

von Jörg Mattern

 

Der neue 50-Euro-Schein soll besonders fälschungssicher sein. Kein Wunder, war die Banknote bislang der am meisten gefälschte Geldschein in der Euro-Zone.

Michael Arndt, Leiter Privatkundenbank bei der Pommerschen Volksbank in der Mönchstraße, bestätigt, dass es zumeist 50-Euro-Noten sind, wenn falschgeldverdächtige Scheine in der Bank auftauchen. „Viel war das letztes Jahr aber nicht. Die Scheine ließen sich an zwei Händen abzählen“, sagt der Banker. Jedoch lässt er durchblicken, dass die Kassierer der Genossenschaftsbank erfahrungsgemäß damit rechnen, dass Ganoven vor der Einführung des neuen 50-Euro-Scheins versuchen werden, fertiges Falschgeld der auslaufenden Serie in den Markt zu drücken.

Bei Hugendubel ist man auf jeden Fall vorbereitet. Von Hektik lässt sich auch Buchhändlerin Kerstin Schult nicht anstecken. „Unsere Mitarbeiter werden von der Geschäftsleitung zu jedem neuen Geldschein geschult“, sagt die Filialleiterin. Dazu kommt, dass es elektronische Prüfgeräte im Laden gibt, die bei eventuellen Zweifeln zu Rate gezogen werden. „Falsche Geldscheine haben da bei uns wenig Chancen.“

Das ist auch die Botschaft von Michael Arndt. „Wer bei uns Geld aus dem Automaten zieht, kann sicher sein, dass es echt ist“, sagt der Banker. „Wir haben für die Prüfung extra teure Technik angeschafft.“

 

Ostsee-Zeitung | Ausgabe Stralsund

18.02.2017