Pommersche Volksbank bleibt selbstständig

Die angepeilte Fusion der Vorpommern mit Rostock ist vom Tisch

Von Jens-Peter Woldt

Mitarbeiter Christian Sümnik im Servicebereich der Hauptgeschäftsstelle in der Stralsunder Mönchstraße. Der Name Pommersche Volksbank bleibt und wird nicht durch Hanseatische Volksbank ersetzt. Die Fusion mit Rostock ist vom Tisch. FOTO: JENS-PETER WOLDT

Auszug aus dem Pressebericht

Stralsund. Sie wäre ein echtes Schwergewicht in der Branche geworden: Eine Genossenschaftsbank mit einer Bilanzsumme von rund 1,3 Milliarden Euro, einem Eigenkapital von 160 Millionen Euro, 13 500 Mitgliedern und 80 000 Kunden. Doch der Zusammenschluss von Pommerscher Volksbank und Volks-und Raiffeisenbank Rostock zur Hanseatischen Volksbank ist abgeblasen.

Martin Wangemann, Vorstand der Pommerschen Volksbank: „Die anfangs erhofften Vorteile einer Fusion hätten sich nicht eingestellt. Die Banken sind zu unterschiedlich. Das wurde in den Verhandlungen deutlich.“ Von einem Scheitern der Gespräche mag der 37-Jährige aber nicht sprechen. Vielmehr hätten beide Seiten erkannt, dass es sinnvoller sei, selbstständig zu bleiben. Die Banken würden im engen Kontakt bleiben und wo es sinnvoll ist, eng zusammenarbeiten. Als Beispiel nannte er die Vergabe größerer Kredite an Kunden, die eine Bank allein nicht realisieren könnte.

Unabhängig davon gebe es große Unterschiede zwischen den Häusern. Wangemann: „Die Volks-und Raiffeisenbank Rostock ist eine reine Stadt-Bank mit nur sehr wenigen Filialen im Umland. Wir hingegen sind auf einer sehr großen Fläche, konkret im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen, tätig. Allein die Geschäftsbedingungen für ein ganz normales Girokonto zu vereinheitlichen, ist unter solchen Bedingungen eine kaum zu meisternde Hürde.“

 

Ostsee-Zeitung | Ausgabe Stralsund

03.03.2017