Malwettstreit: 600-mal bunte Freundschaft

Die Preisträger des Wettbewerbs „jugend creativ“ im Landkreis Vorpommern-Rügen stehen fest

Rosmarie Noack, Kunstlehrerin an der Regionalen Schule „Am Rugard“ in Bergen auf Rügen, zeigt zwei der Bilder, die es ins Finale geschaft haben. FOTO: CLAUDIA NOATNICK

Von Claudia Noatnick


Stralsund. Wer kennt es nicht, das mit den Daumen und Zeigefingern beider Hände geformte Herz, das immer dann gezeigt wird, wenn einem ein anderer Mensch wichtig ist? Genau dieses Symbol war gleich auf mehreren der für den 47. Internationalen Jugendwettbewerb „jugend creativ“ eingereichten Arbeiten zu finden. Kein Wunder, lautete doch das Thema in diesem Jahr „Freundschaft ist bunt“.

Insgesamt 600 Bilder, Collagen, Comics und Filme reichten Schüler aus 16 Grund- und Regionalen Schulen sowie Gymnasien des Landkreises Vorpommern-Rügen für den Wettbewerb bei der Pommerschen Volksbank ein. „So bunt wie die Freundschaft ist, waren viele der eingereichten Arbeiten“, sagt Jan Stock, Marketingmitarbeiter des  Bankinstituts. Und damit seien nicht nur die Farben gemeint, mit denen Erst- bis Zwölftklässler ihre Bilder gestalteten. Auch die Art der dargestellten Freundschaften war bunt und breitgefächert.

Da saßen die besten Freundinnen, Arm in Arm, und schauten auf das Meer. Da spielten die besten Kumpels miteinander Fußball. Da fassten sich Kinder aller Hautfarben an den Händen und umspannten den Erdball. Da schmusten Hund und Katz friedlich. Da spielten Kinder mit Tieren, Mädchen ritten auf Pferden. Und die Jury, bestehend aus Kunstlehrern des Landkreises, hatten nun die Qual der Wahl – nämlich aus einer Vorauswahl von Bildern nun noch einmal die jeweils besten drei Arbeiten der verschiedenen Altersklassen zu küren.

Janina Jentzsch und Babette Fuhrmann waren dafür aus Grimmen angereist. Beide unterrichten an der Wander-Grundschule Kunst. „Leider haben aus den Diagnoseförderklassen (DFK) in diesem Jahr nicht so viele Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen“, sagt Janina Jentzsch. Nur insgesamt acht Bilder wurden eingereicht. „Wir haben deshalb in diesem Jahr keine eigene DFK-Kategorie, sondern die Arbeiten dieser Schüler bei den Erst- und Zweitklässlern mitgewertet“, so Jan Stock. Für Janina Jentzsch kein Problem. „Das ist völlig in Ordnung und es waren ja auch einige Arbeiten in der Vorauswahl vertreten“, sagt sie.

Besonders stolz war Rosmarie Noack aus Bergen. Die Kunstlehrerin an der Schule „Am Rugard“ fand am Ende gleich zwei Arbeiten ihrer Schüler unter den besten. „Ich freu’ mich so für die beiden“, sagte sie. An ihrer Schule hatten viele Schüler kleine Filmchen gedreht, diese aber nicht eingereicht, weil sie nicht die Möglichkeiten hatten, diese auf eine DVD zu brennen. „Das wollen wir im nächsten Jahr ändern. Filme können dann auf einem USB-Stick oder einer Speicherkarte eingereicht werden“, so Jan Stock.

In diesem Jahr ist ein Film unter den Finalisten. Zu sehen ist er bei der Preisverleihung. „Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber auf jeden Fall gibt’s den noch vor den Ferien“, verspricht der Bankmitarbeiter.

 

Ostsee-Zeitung | Ausgabe Stralsund

28.04.2017