Wenig Teilnehmer am Volkswandertag

Besuch des Kuhstalls. Hans-Peter Fromm (2.v.l.) hatte viel zu erzählen. Foto: W.S.

Grimmen - Seit 26 Jahren gibt es nun schon den Volkswandertag, der zu vielen Orten rund um Grimmen führte. Im Rahmen des 20. Herbstsportfestes war am vergangenen Sonnabend das Grimmener Gymnasium Start und Ziel der Wanderung. Gleich zu Beginn gab es für die 40 Wanderer ein kleines Souvenir der Pommerschen Volksbank – ein Partner des Kreissportbundes bei der Wanderung.

Einen Zwischenstop machten die Wanderer in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenwieden. Der Leiter der Einrichtung Hans-Peter Fromm begrüßte die Gäste, reichte ein Getränk und hatte natürlich viel zu erzählen. 1999 wurde das Dorf übergeben. Es hat heute neun Arbeitsbereiche von der Käserei über Holzwirtschaft, Hauswirtschaft oder den Bereich Textil. Von den 87 Beschäftigten wohnen 32 in Hausgemeinschaften im Dorf.

2001 wurde der Kindergarten und 2012 das Familienzentrum in Grimmen eröffnet. Dort gibt es auch ein großes Angebot für Flüchtlingsfamilien.

16 Milchkühe gibt es im Dorf. Die Milch wird teilweise für Käseprodukte verwendet. Beim Rundgang ging es auch zum Schweinestall, der liebevoll von den Bewohnern „Schnitzelstube“ genannt wird. Auch beim „Chef“ schauten die Wanderer vorbei. Es ist „Edgar“ der Bulle, ein mächtiges Tier.

Die Wanderung führte dann durch das kleine Wäldchen des Dorfes zurück nach Grimmen. Die Radler durchquerten nur das Dorf, um dann über Grellenberg, Bassin und Leyerhof ebenfalls wieder zum Gymnasium zu gelangen.

Auf dem Schulhof warteten schon Schüler, die Bratwurst und Kaffee, ebenfalls von der Pommerschen Volksbank gestiftet, vorbereitet hatten. Es war wieder ein schöner Wandertag, allerdings konnte die Teilnahme nicht befriedigen und deshalb ist noch offen, ob sich die große Vorbereitung durch den Kreissportbund, Rüdiger Strohmeyer und Walter Scholz noch lohnt und es einen „Trimm Trab in den Frühling“ im Jahr 2017 noch geben wird. „Es war wieder sehr schön und wie immer gut vorbereitet. Warum nicht mehr Grimmener dabei waren, verstehe ich nicht“, meinte Elfriede Hennig, eine Radlerin.

W.S.

 

Ostsee-Anzeiger | Ausgabe Grimmen

19.10.2016