2011 war zweitbestes Jahr der Geschichte

Pommersche Volksbank zieht positives Fazit. Bilanzsumme liegt bei 556 Millionen Euro

Grimmen / Stralsund (OZ) - 2010 sei das beste Jahr in der 150-jährigen Geschichte der Bank gewesen, sagt Holger Scheew, Vorstandssprecher der Pommerschen Volksbank. „2011 war das zweitbeste Jahr“, spannt er den Bogen zur aktuellen Entwicklung des Geldinstitutes, das 160 Mitarbeiter beschäftigt, 23 Geschäftsstellen plus ein Bankmobil unterhält und dessen Bilanzsumme bei rund 556 Millionen Euro liegt. Damit ist die Pommersche Volksbank die größte der zwölf rein privat organisierten Genossenschaftsbanken in Mecklenburg-Vorpommern.

443,4 Millionen Euro davon sind Einlagen der 49 000 Kunden. Hier ist die Tendenz ebenso steigend wie im Kreditgeschäft. „Wir spüren seit etwa zwei Jahren eine lebhaftere Nachfrage nach Krediten durch die Unternehmen“, erläutert Holger Scheew. Das spreche dafür, dass hiesige Unternehmen investieren — und insgesamt für eine positive Wirtschaftsentwicklung in der Region. Die Belebung auf dem Kreditmarkt zeigt sich auch bei den Kleinkrediten von easy credit, die vergangenes Jahr rund 6,6 Millionen Euro ausmachten. „Hier verzeichnen wir eine hohe Nachfrage.“ Rund 300 Millionen Euro machen die Eigenanlagen der Pommerschen Volksbank aus. „Wir sehen zu, dass wir uns nicht die Finger verbrennen“, betont der Vorstandssprecher die Philosophie der Volksbank, auf sichere Anlagen zu setzen und dafür auch mal in Kauf zu nehmen, dass Zinseinnahmen geringer ausfallen.

Nach wie vor werde in die Geschäftsstellen investiert, unter anderem in neue Selbstbedienungstechnik und in Alarmtechnik, erläutert Vorstand Bernhard Feldmann. Seit 2009 habe man rund 3,2 Millionen Euro investiert. Zu den Filialen, in denen noch Arbeiten anstehen, gehören Zingst und Saal, Garz und Putbus. Angeschafft wird auch ein neues Bankmobil. Gedacht ist es speziell für den Einsatz im Grimmener Umland.

Beschäftigt werden bei der Pommerschen Volksbank gegenwärtig 160 Mitarbeiter, zu ihnen zählen elf Auszubildende. Über die eigentlichen Geldgeschäfte hinaus engagiert sich das Geldinstitut in der Region unter anderem mit einer eigenen Stiftung, deren Motto „Jugend für Alt & Alt für Jung“ ist. Es gibt den traditionellen Zeichenwettbewerb, bei dem dieses Jahr von Schülern der Region 600 Zeichnungen eingereicht wurden. „2012 hat sich das Jugendblasorchester Grimmen für das Bundesfinale am 8. Deutschen Orchesterwettbewerb qualifiziert“, betont Jan Stock. Der von den Volksbanken Raiffeisenbanken unterstützte Wettbewerb wird im Mai in Hildesheim ausgetragen.

556 Millionen Euro beträgt die Bilanzsumme der Pommerschen Volksbank für das Jahr 2011. 

6600 Mitglieder hat das Geldinstitut gegenwärtig. 

6 Prozent Dividende wird den Genossenschaftern für das vergangene Jahr gezahlt. 

24 Geschäftsstellen (inklusive Bankmobil) werden zwischen Ribnitz-Damgarten und Sassnitz unterhalten. Insgesamt gibt es weitere zwölf Geldautomatenstandorte. 

160 Mitarbeiter werden beschäftigt. Im vergangenen Jahr belegten sie 1146 Schulungs- und Weiterbildungstage.

Peter Schlag 

 

Ostsee-Zeitung| Ausgabe Grimmen

Mittwoch, 21.03.2012

 

Holger Scheew: „2011 war das zweitbeste Jahr in unserer 150-jährigen Geschichte.“ Foto: Peter Schlag