Bronze-Stern für Sport an grünen Tischen

Volksbank ehrt engagierte Vereine. SV Medizin gewinnt vor HSV Grimmen und PSV Stralsund.

 

Nahmen für ihre Vereine den „Stern des Sports“ in Bronze von Michael Arndt von der Pommerschen Volksbank (l.) entgegen: Nicole Schacht vom HSV Grimmen 92, Georg Weckbach, SV Medizin Stralsund, und Heimbert Diederich , PSV Stralsund.

Foto: Jürgen Schwols

(OZ) - Vereinssport — „Rund 7,5 Millionen Männer und Frauen arbeiten ehrenamtlich in einem der    91 000 Sportvereine im Land. Mit den ,Sternen des Sports‘ wollen wir diesen Menschen, den stillen Helden, die längst überfällige Aufmerksamkeit für ihr Engagement schenken und den mitmenschlichen Gedanken ihrer besonderen Vereinsarbeit fördern.“ Mit diesen Worten fand Michael Arndt, Regionalmarktleiter der Stralsunder Volksbank, gestern Abend im Kulturraum der AIU genau die richtigen Worte zur Einstimmung auf die besondere Ehrung des Sports.

Acht Vereine des neuen Kreises Vorpommern-Rügen hatten ihre Bewerbung abgegeben, sieben Unterlagen waren vollständig und kamen in die Wertung. „Wir haben das Ganze 2004 gestartet und bis 2007 durchgeführt. Damals hatten wir aber rund 20 Bewerbungen. Nach einer Pause wollen wir nun die vierte Aktion starten, aber eben erstmals mit dem neuen, großen Kreissportbund. Es ist nur ein bisschen schade, dass sich so wenige Vereine trauen. Hier wollen wir auch Mut fürs nächste Mal machen“, so Jan Stock von der Pommerschen Volksbank. Und der neue Kreissportbund-Geschäftsführer Andreas Boehk fügt hinzu: „Manchmal sind es auch kleine Projekte, die aber große Wirkung haben. Uns geht es auch um die Nachhaltigkeit und letztendlich darum, dass wir Menschen dazu bewegen, im Verein Sport zu treiben.“

Gestern Abend wurde das Geheimnis der 2012-Ehrung endlich gelüftet: Der SV Medizin aus Stralsund kann sich mit seinem Projekt Gesundheitssport Tischtennis den Großen Bronzestern und damit eine Prämie von 1000 Euro an Land ziehen. Elf Kurse wurden hier durchgeführt, daraus entstanden acht Sportgruppen, in denen nun regelmäßig 109 TT-Spieler trainieren. „Das ist eine Entwicklung der letzten fünf Jahre, auf die wir schon stolz sind, denn wir sind mittlerweile die mitgliederstärkste Tischtennis-Abteilung im Land. Wir bereiten derzeit übrigens den 12. Kurs Gesundheitssport vor“, sagt Dr. Georg Weckbach, Vorsitzender des SV Medizin, gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG.

Platz 2 belegt der Handballsportverein Grimmen, der sich über einen Zuschuss von 750 Euro freuen kann. „Wir führen seit zehn Jahren Spielevormittage mit Knirpsen durch, manchmal auch unter ein Motto gestellt. Viele der Kleinen kommen dann zum Schnupperkurs in unseren Verein, und daraus entwickeln sich dann auch unsere Handball-Minis“, erklärt Übungsleiterin Nicole Schacht, die zurzeit 18 Handballzwerge betreut.

Den dritten Platz im Kreiswettbewerb — dotiert mit 500 Euro — belegt der Pommersche Sportverein Stralsund, der sich mit einem Projekt beworben hatte, das Kinder im Alter ab acht Jahren für den Boxsport begeistern soll. Gerade die Mädchen und Jungen aus sozialen Brennpunkten und mit Migrationshintergrund werden hier sportlich gefördert. So konnte zum Beispiel ein Sommerferiencamp auf die Beine gestellt werden, bei dem sich die Kleinen mit den Boxhandschuhen ausprobierten. 21 neue Mitglieder konnten so bereits gewonnen werden, heißt es in der Bewerbung des PSV.

Auf den Plätzen 4 bis 6 folgen CJD Garz (mit dem Projekt: kleine und große Menschen des Ortes für den Sport begeistern), TSV Binz (Kita bewegt sich) und 1. VC Stralsund (kontinuierliche, erfolgreiche Nachwuchsarbeit). Diese Vereine können sich jeweils über 250 Euro Unterstützung freuen. Fürs Mitmachen bedanken möchte sich die Jury auch bei den Judosportlern des KSV Grimmen.

Es ist sehr schön zu sehen, dass der Breitensport bei dieser Verleihung seine Würdigung erfährt.“Michael Koenen (40), CJD Garz

Auf Platz zwei im Landkreis sind wir sehr stolz. Wir freuen uns über die Honorierung unserer Arbeit.“Robert Schultz (32), HSV Grimmen

Wir haben uns ohne große Erwartungen beworben und sind glücklich, eingeladen gewesen zu sein.“Silke Moos (42), 1. VC Stralsund

Ines Sommer

 

Ostsee-Zeitung | Ausgabe Stralsund

23.11.2012