Die Energiewende beginnt zu Hause

Stralsund - Wie die Energiewende im Eigenheim umgesetzt werden kann, war kürzlich Thema beim Infoabend im Stralsunder Rathaus. Die ganzheitliche Betrachtung von unabhängigen Fachplanern und Energieberatern ist Kern der Kampagne „Die Hauswende“, welche im Rahmen des Infoabends erstmalig Station in Mecklenburg-Vorpommern machte. „Wir möchten die Energiewende zu Ihnen nach Hause bringen, um Energiekosten zu senken und gleichzeitig den Wohnkomfort zu steigern“, machte Martin Oldeland, Vorstand von B.A.U.M e.V., gleich zu Anfang deutlich. Drei regionale Experten informierten die Teilnehmer anhand von Kurzvorträgen über die wichtigsten
Themenfelder im Bereich energetischer Sanierung. Dieter Marzinski von der Innung der Klempner, Sanitär und Heizungstechnik referierte über die Diversität und den Zusammenhang von Heizungsanlagen und Umweltauswirkungen.


„Es muss eine gemeinsame Betrachtung von Technik und Gebäude erfolgen, um eine optimale Sanierungsstrategie zu entwickeln“, wies Basilian Drans von der SWS Energie GmbH in seinem Vortrag über die Gebäudehülle hin.

Nicht nur Beispiele für einzelne Maßnahmen wurden erläutert, sondern auch der Bereich der Finanzierungsmöglichkeiten von Sanierungs- und Energieeffizienzmaßnahmen, die für Hausbesitzer eine wesentliche Rolle spielen. Maik Zapatka von der Pommerschen Volksbank stellte den TeilnehmerInnen die vielfältigen Fördermöglichkeiten der KfW-Bank vor.


Im Anschluss an die Vorträge standen die Referenten den interessierten Bürgern für Fragen zur Verfügung. „Gemeinsam mit dem Landkreis, der Bioenergieregion Rügen und weiteren Akteuren werden wir das Thema energetische Gebäudesanierung in Zukunft verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit rücken“, kündigte Stralsunds Klimaschutzmanagerin Saskia Schütt an.


Organisiert wurde die Veranstaltung von den Klimamanagern aus Stralsund, dem Landkreis Vorpommern-Rügen, der Bioenergieregion Rügen und B.A.U.M. e.V.

Die Kampagne wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Neben der Deutschen Energie-Agentur sind Unternehmen und Verbände aus den relevanten Branchen beteiligt. Weitere Informationen sind zu bekommen unter der Internetadresse www.die-hauswende.de.


SaskiaSchütt,
Klimaschutzmanagerin
der Hansestadt Stralsund

 

Ostsee-Anzeiger | Ausgabe Stralsund

09.07.2014