SG Wöpkendorf erhält Stern des Sports

Verein wurde für sein Projekt Patenschaft geehrt

Stralsund. Das Geheimnis ist gelüftet: Der große Bronze-Stern des Sports wurde am Mittwochabend von der Stralsunder Volksbank und dem Kreissportbund Vorpommern-
Rügen an den SV Medizin Stralsund übergeben, und zwar an die Tischtennis-Abteilung. Beworben hatte sich der Verein in der Kategorie Sportmanagement. Im Mittelpunkt standen gezielte Maßnahmen, um mehr Mitglieder zu gewinnen, und das ist den Tischtennissportlern unter Leitung von Georg Weckbach gelungen.

Überrascht waren auch die Fußballer der SG Wöpkendorf, als sie zur Ehrung mit dem kleinen Bronze-Stern nach vorn gerufen wurden. Ihr Projekt Patenschaft fand in der Sterne-Jury große Anerkennung. „Es geht darum, dass Spieler der Männermannschaft für einen Nachwuchsspieler die Patenschaft übernehmen in punkto Mitgliedsbeitrag. Das heißt, wenn sich ein kleiner Kicker und seine Familie den Beitrag nicht leisten können, springt ein erwachsener Fußballer ein“, erklärt Rainer Müller.

Der 30-Jährige ist selbst Spieler bei den Herren, trainiert aber auch Junioren. „Die 500 Euro Prämie nehmen wir für Trainingsmaterialien und Spielerkleidung, denn wir wollen in unserem Verein, der übrigens 241 Mitglieder hat, eine Mannschaft für Vier- bis Sechsjährige aufbauen.“

Volksbank-Chef Michael Arndt hatte allen Sportlern in Vorpommern-Rügen für ihr Engagement
gedankt. „Sportvereine führen Menschen zusammen, sie sind wichtig für die Gesellschaft. Und deshalb will die Volksbank Vereine und Menschen ehren, die sich für unsere Region eingesetzt haben.“ Dabei ginge es eben nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um stille Helden und unentgeltliches Einbringen.

Auch Kreissportbund-Chef Lothar Großklaus versäumte es nicht, den Sportlern und Übungsleitern von Rügen bis zum Darß ein Dankeschön zu übermitteln. „Gerade im Sport läuft ohne Ehrenamt gar nichts, es ist schön, dass das mit einem Stern des Sports honoriert wird.“

14 Vereine hatten sich in diesem Jahr am Wettbewerb Sterne des Sports beteiligt. Kreissieger SV Medizin ist für den Landesausscheid qualifiziert, dort geht es um den Silber-Stern. Wer dann in Schwerin ganz oben steht, fährt zum Bundesfinale nach Berlin.

Ines Sommer

 

Ostsee-Zeitung | Ausgabe Ribnitz-Damgarten

09.10.2015