Darf’s ein bisschen Scotch-Stollen sein?

Prüfer Michael Isensee machte den traditionellen Test vor dem Fest

Insgesamt 40 Stollen wurden für die traditionelle Prüfung der Bäcker- und Konditoreninnung eingereicht. FOTO: ROSA AHRENBERG

von Rosa Ahrenberg

Stralsund. Fein säuberlich aufgereiht liegt das Weihnachtsgebäck auf dem Tisch. Durch die Filiale der Pommerschen Volksbank zieht der Duft von frischgebackenem Stollen. Traditionell hat dort am Donnerstag wieder die Stollenprüfung stattgefunden. Zehn Bäcker aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen stellten sich mit ihrem süßen Weihnachtsbackwerk dem empfindlichen Gaumen von Michael Isensee, Qualitätsprüfer für Backwaren. Ein Novum bei dieser Veranstaltung: Michael Isensee musste vor der Masse der eingereichten Stollen kapitulieren: Er schaffte nicht, alle 40 zu bewerten und verschob den Test von sieben Backwerken auf einen späteren Zeitpunkt.

Schon im Oktober begannen Prüfer Michael Isensee und Obermeister Maik Bartelt mit dem Stollentesten. Mittlerweile können sie das Ende der Weihnachtszeit kaum erwarten. „Am Anfang genießt man noch die ersten Stollen des Jahres. Aber im Laufe der Zeit wünsche ich mir immer häufiger Pausen“, sagt Michael Isensee. „Die Stollenprüfung in Stralsund ist mir eine der liebsten“, erklärt der 56-Jährige. „In anderen Städten versuchen die Besucher oft, meine Meinung zu beeinflussen und die Stollen herunterzumachen. Hier ist die Atmosphäre immer freundlich und locker, da macht das Testen einfach Spaß!“...

 

Ostsee-Zeitung | Ausgabe Stralsund
23.11.2018