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Ausländische Geldanlagen nicht nur für Steuersünder

12.04.2013 - In den vergangenen Jahren wurden viele Gelder an Orte wie die britischen Jungferninseln oder Panama gebracht, um weniger oder gar keine Steuern zahlen zu müssen. Doch längst nicht jede ausländische Geldanlage ist verboten.

Unternehmen, die steuerliche Gestaltungsspielräume nutzen, investieren das Geld wieder – auch in Deutschland. Entscheidend ist das Wissen der Steuerbehörden, wie viel Geld wo angelegt wird. Illegal wird es nur, wenn ausländische Einkünfte dem deutschen Finanzamt verschwiegen werden. Aufgrund des wirtschaftlichen Schadens bei entgangenen Steuereinnahmen ist es gut, dass internationale Netzwerke, die einzig dem Zweck der Steuerhinterziehung dienen, aufgedeckt werden.

International tätige Unternehmen verlagern zunehmend ihre Geschäftsfelder in kostengünstige Gegenden und Produktionsschritte werden dort ausgeführt, wo Arbeitskräfte billig sind. Technisch anspruchsvolle Aufgaben hingegen werden bevorzugt in einem Umfeld mit gut ausgebildeten Fachkräften wie zum Beispiel in Deutschland erledigt. Das gleiche Prinzip gilt beim Thema Finanzgeschäfte: Sie werden in der Regel dort abgewickelt, wo sie günstig möglich sind.

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